Am gestrigen Abend,15. Dezember 2025, durfte das Landesmusikgymnasium erneut seine Weihnachtskonzertwoche in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz vor fast 1400 Zuschauern eröffnen. Die Veranstaltung bot durch die Vielzahl an Ensembles sowie EinzelkünstlerInnen ein vielfältiges Programm, das durch über 200 SchülerInnen auf der Bühne gestaltet wurde.
Unter den Ehrengästen in diesem Jahr war erstmals die Staatssekretärin für Bildung Frau Bettina Brück anwesend. Zudem freuten wir uns über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Tanja Machalet, Vertreter der Schütz-Stiftung, den IHK-Vorsitzenden Westerwald und viele ehemalige sowie aktuelle Mitglieder der Schulleitungen der Montabaurer Schulen, wie der Schulleiter Herr Dr. Rademacher in seiner Begrüßung eröffnete.

Phoebe Kramm und Jakob Schmidt aus der MSS 13 führten, begleitet von Marvin Frey, dem Instrumentallehrer für Jazztrompete, charmant durch das Programm. Besonders berührte Phoebe die Zuhörenden mit ihrer emotional und authentisch dargebrachten Dankbarkeit für den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft durch das jahrgangsübergreifende Zusammenspiel in den Ensembles, den sie besonders während ihrer Zeit im Internat als eine familiäre Gemeinschaft erlebte. Diese familiäre Atmosphäre zeigte sich auch während des Konzerts, bei dem viele ehemalige SchülerInnen ihre ehemaligen Ensembles unterstützten.
Das Konzert wurde durch das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Philipp Hebgen eröffnet, das den 1. Preis beim Deutschen Orchesterwettbewerb in der Kategorie „Jugendblasorchester“ sowie beim internationalen Musikfestival in Neerpelt errang. Mit dem Werk „Angels in the Architecture“ von Frank Ticheli präsentierten die Musiker eine Mischung aus verschiedenen musikalischen Stilen. Hebgen erklärte, dass das Werk die Bedeutung von Licht und Schatten thematisiere und die Zuhörer dazu einlade, selbst zu bestimmen, was die Gewinner dieser beiden Seiten seien. Das Orchester beeindruckte mit Solisten, spannenden Percussioninstrumenten und berührender gesanglicher Untermalung.


Jonathan Locher (MSS 13) und Mats Hildesheim (MSS 12) beeindruckten als Duo mit der Passacaglia für Violine und Viola, die auf einem Thema aus Händels „Alcina“ basiert. Halvorsens Bearbeitung erfordert sowohl technische Virtuosität als auch musikalische Ausdruckskraft.

Das Blechbläserensemble unter der Leitung von Martin Balser stellte „Christmas Crackers“ vor, eine festliche Sammlung von Weihnachtsliedern und -melodien, die die Freude und den Geist der Weihnachtszeit musikalisch zum Ausdruck bringen und das Publikum zum Mitsummen einluden.

Besonders energiegeladen ging es mit dem Chor der 5. Klassen weiter, der in diesem Jahr das traditionelle „Kyrie Eleison“ in einer modernen Vertonung präsentierte und traditionell bei ihrem ersten Stück von der Jahrgangsstufe 13 unterstützt wurde. Das Abschlussstück vor der Pause, „Obwisana und Sansa Kroma“, sorgte für eine mitreißende Darbietung, die rhythmische Vitalität und kulturelle Vielfalt zeigte und nach Aufforderung des musikalischen Leiters Frank Hilgert das Publikum zum Mitsingen und -klatschen animierte.

Nach der Pause folgte der Kammerchor „Art of the Voice“ unter der Leitung von Frank Hilgert, der mit dem emotionalen Werk „Gloria“ berührte, das von ihrem ehemaligen, inzwischen verstorbenen Chorleiter Martin Ramroth komponiert wurde. Diese besondere Verbindung zu Ramroths Musik verlieh der Darbietung eine tiefere emotionale Resonanz für die Musizierenden und das Publikum.

Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Auftritt des Kammerchores mit der Kammerphilharmonie „musica viva“ im Werk „Magnificat“ von John Rutter, das für seine lebendigen Melodien und innovativen Harmonien bekannt ist. Hier überließ der Cheforganisator der drei Weihnachtskonzerte Tobias Simon den Dirigentenstab Frank Hilgert und mischte sich mit seinem Cello unter die Musizierenden. Aber dann können die Zuhörer ihn noch einmal im Frack vor seinem Ensemble musica viva mit der dramatischen „Ouvertüre zu Coriolan Op. 62“ von Ludwig van Beethoven erleben. In dieser Ouvertüre bringt Beethoven sein außergewöhnliches Können in der Orchestrierung und seine Fähigkeit zur emotionalen Ausdruckskraft eindrucksvoll zur Geltung.
Das Querflötenensemble „flautastique“ unter der Leitung von Karoline Schaeferdiek und das Flötenensemble der MSS 13 präsentierten eine ungeahnte Vielfältigkeit des Flötenklangs und zeigten mit ihren Darbietungen sowohl technische Fertigkeiten als auch eine emotionale Tiefe, die das Publikum begeisterte. Ebenso wie das SBO ist flautastique Preisträger beim Deutschen Orchesterwettbewerb sowie beim internationalen Musikfestival in Neerpelt. Sie spielten sowohl Colemans Arrangement des klassischen Weihnachtsliedes „Jingle Bells“ als auch „Pedazitos“, eine Sammlung von Werken, die die kulturelle Vielfalt und rhythmischen Traditionen Lateinamerikas widerspiegeln.

Abgerundet wurde der Abend durch die Big Band „The Yellow Tone Orchestra„ unter der Leitung von Andreas Steffens, wobei das Dirigat an diesem Abend der Jazz-Trompeter Marvin Frey übernahm. Mit dem Stück „Opening“ von Kenny Wheeler, das für seine innovative Harmonik bekannt ist und bei dem herausragende Solisten, u.a. die Preisträgerin des Solistenpreises beim DOW Lena Müller am Saxophon, das Publikum mitrissen und dem Stück „Canción de Cuna“ bot die Big Band einen gelungenen Abschluss des Konzertabends.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitwirkenden, besonders an die Ensembleleiter für ihre aufwändige Probenarbeit, die herausragenden Musikerinnen und Musiker, das Technik-Team für die hervorragende akustische und visuelle Untermalung des Konzertes und an den Musikkoordinator Herrn Tobias Simon für die Gesamtorganisation. Das Weihnachtskonzert war ein voller Erfolg und ein wunderbarer Auftakt in die festliche Schlusswoche!
Fotos: Kati Mazanik
Weitere Impressionen vom gestrigen Konzertabend:










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