Am 17. und 18. Dezember 2025 fanden die diesjährigen Weihnachtskonzerte des Landesmusikgymnasiums im Haus Mons Tabor in Montabaur vor ausverkaufter Halle statt. Jeweils über 200 Schülerinnen und Schüler präsentierten ein abwechslungsreiches und beeindruckendes Programm, das die musikalischen Talente der Schule eindrucksvoll zur Geltung brachte.

Die Konzerte wurden von Ehrengästen wie dem Stadt- und VG-Bürgermeister, Schulleitungen befreundeter Schulen, der Seminarleitung Koblenz sowie Vertretern des SEBs und des VEFFs begleitet. Schulleiter Dr. Udo Rademacher eröffnete das Konzert, nach der Pause gefolgt von Musikkoordinator Tobias Simon, der mit einem humorvollen Vergleich zur Leber als reinigendem Organ das Publikum auf die festliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit vorbereitete.

Die Moderation übernahm am Mittwoch Johanna Arnold und Daniel Kuhl aus der MSS 13 zusammen mit Herrn Axel Müldner, während am Donnerstag Line Machalet und Lucy Richter, begleitet von ihrer Deutschlehrerin Frau Maria Hollmann, durch den Abend führten. Beide Moderationen boten unterhaltsame Einblicke in die nunmehr neunjährige Schulzeit der Schülerinnen und Schüler und überbrückten kurzweilig die durch die hervorragende Arbeit des Technik- und Bühnen-Teams kurz ausfallenden Umbauphasen.

Das Programm begann am Mittwoch mit dem Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, arrangiert von Guido Rennert, vorgetragen vom Sinfonischen Blasorchester unter der Leitung von Philipp Hebgen. Am Donnerstag eröffnete Herr Hebgen mit dem Bläservororchester und feurigen Klängen wie beispielsweise „How to Train Your Dragon“.

Besonders bemerkenswert war das Streichervororchester „Sägewerk“, in dem auch Grundschüler mitwirkten. Sie trugen mutig „This Little Light of Mine“ als Sologesang vor und animierten das Publikum zum Mitsingen. Am Donnerstag verzauberten die zarten Klänge des Mädchenchores „la Filia“ mit emotionalen Gesangstiteln.

Das Gitarren-Ensemble „cantomano“ unter der Leitung von Volker Höh präsentierte südamerikanische Rhythmen wie „Rin de Angelito – Gracias a la Vida“, während Schüler der MSS 13 am Donnerstag mit der herausragenden Solistin Finja Fröhlich beim Piccolokonzert glänzten. Sie führten das „Concertino für Piccolo, Streicher und Cembalo“ unter der Leitung von Karoline Schaeferdiek auf. Ebenso beeindruckte ein Blechbläserensemble der MSS mit Jean Sibelius‘ ausdrucksstarkem „Finlandia“.

Die Sechstklässler präsentierten sich zum letzten Mal als gemeinsames Chorensemble und erfreuten das Publikum mit der Melodie von „Der Geist der Weihnacht“ aus „The Muppet Christmas Carol“, die die Botschaft der Liebe und Gemeinschaft verkörpert.

Die Combo „Freeloader“, die mit ihren selbstbewussten Solisten, darunter die Sängerinnen Zeynep Kesgin und Hannah Wagenbach, das Publikum mit „Route 66“ und „Cantaloop“ begeisterte, konnte mit neuen Mitgliedern aufwarten. Am Donnerstag trat die bewährte Combo „On Cue“ mit neu interpretierten Klassikern wie Paul McCartneys „Michelle“ auf.

Nach der Pause folgte durch das Sinfonieorchester die bewegende Komposition „Sehnsucht“ des Ensembleleiters Winfried Vögele ebenso wie das Medley „Themes from 007“, das bekannte Melodien von James Bond aufgreift und durch herausragende solistische Einspielungen bereichert wurde.
Ein akustisch und visuell spannendes Werk war „Strings Attached“ von Erik Griswold, das für ein Schlagzeugsextett interpretiert wurde. Es erkundet die klanglichen Möglichkeiten von Schlaginstrumenten und fordert die Musiker zu kreativer Improvisation heraus. Am Donnerstag zeigte der Schlagzeuger-Jungstudent Fabian Keßler zusammen mit der Querflötistin Bina Brühl ein Tango-Duo mit „Night Club 1960“, dass er ebenso das Vibraphon beherrscht.

Der Gospelchor „born again“ begeisterte mit Stücken aus dem Musical „Wicked“, darunter das kraftvolle „Defying Gravity“, das oft als Höhepunkt in Aufführungen gilt. Mit etwa 70 Sängerinnen und Sängern sorgte der Chor für Gänsehautmomente.
Den stimmungsvollen Abschluss am Mittwoch bildete die Big Band „The Blueberry Jazz Orchestra“ unter der Leitung von Andreas Steffens, die mit brillanten Solisten aufwartete. Am Donnerstag überzeugten erneut der Kammerchor und die Kammerphilharmonie mit ihren Werken, die sie bereits in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz präsentiert hatten.

Mit dem gemeinsamen Gesang und der Interpretation von Ensembles und Publikum des traditionellen Weihnachtsliedes „O du fröhliche“ wurden die Gäste und Musiker in die besinnliche Weihnachtszeit entlassen.
Die Weihnachtskonzerte des Landesmusikgymnasiums waren ein eindrucksvolles Zeugnis für die musikalischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler und boten ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden.
Fotos: Kati Mazanik







