Herzlichen Glückwunsch an die JuMu-Teilnehmenden für die herausragenden Leistungen!

Aktuelle Termine:

  • 06.02. Elternsprechtag
  • 09.02. Karnevalsdisko
  • 10.02. Safer Internet Day
  • 12.02. Karnevalsparty mit der MSS11

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Wie definiert sich Internetsucht? Mit welchen Tricks binden Online-Games wie Roblox, Streaming-Dienste oder Lernangebote wie Duolingo ihre Nutzer? Welche Rolle spielt der Stoff Dopamin und wann ist viel Medienkonsum „zu viel“? Und vor allem: was können Eltern tun?

Diese und andere spannende Fragen klärte Verena Alhäuser vom „Netzwerk Medienstark“ auf einer Informationsveranstaltung für Eltern und Erziehungsberechtigte der Klassen 5, der auch in anderen Stufen beworben wurde. Der einstündige Elternabend, angeboten eine Woche vor dem europaweiten Safer Internet Day, fand online am 3. Februar 2026 statt. Eine wesentliche Feststellung für die Zuhörenden, die einerseits nicht überrascht, andererseits aber auch immer wieder bewusst gemacht werden muss: Jugendliche verhalten sich, entwicklungsbiologisch bedingt, nicht immer vernünftig und sind auf ihre Eltern als „externe Vernunft“ angewiesen – also auf Instanzen, die gegebenenfalls den Handykonsum konsequent zu Gunsten von Lernzeit oder alternativen Freizeitaktivitäten einschränken.

Aus dieser Erkenntnis ergeben sich einige wesentliche Tipps, die Frau Alhäuser den Erziehungsberechtigten für eine erfolgreiche Medienerziehung zu Hause mitgab: So ist zum Beispiel die elterliche Vorbildfunktion zentral, welche besonders dann authentisch wirken kann, wenn sich alle Familienmitglieder an die gleichen Regeln (z.B. gewisse handyfreie Zeiten) halten. Neben der Beachtung von Altersgrenzen (TikTok und Snapchat sind z.B. erst ab 13) sind aufklärende Gespräche wichtig, die Kinder für die Gefahren der Onlinewelt sensibilisieren. Es gibt zahlreiche Angebote, z.B. von www.schau-hin.info oder www.medien-sicher.de, mit denen Eltern sich selbst in dem Bereich fit machen können. Ein gemeinsam erstellter Mediennutzungsvertrag (z.B. unter www.mediennutzungsvertrag.de) hilft Jugendlichen, Regeln zu akzeptieren; diese sollten dann konsequent von den Eltern eingefordert werden. Schließlich ist auch entscheidend, dass jugendliche Grundbedürfnisse, wie das Gefühl, mit anderen Menschen verbunden zu sein, nicht ausschließlich durch social media sondern auch durch andere Erfahrungen wie der Zugehörigkeit zu einem Sportteam erfüllt werden können. Das LMG bietet, laut Alhäuser, hier durch seine Ensembles eine gute Basis. Zur „screentime“ der Jugendlichen zählt dabei übrigens nicht die Zeit, die für schulische Zwecke investiert wird (z.B. im Schulcampus oder mit „Earmaster“) sondern v.a. die konsumierende Nutzungszeit.

Frau Alhäuser, selbst Mutter zweier LMGler, ist Sozialpädagogin an einer weiterführenden Schule im Westerwald und im Netzwerk Medienstark sowie dem Kinderschutzbund aktiv. Das LMG ist unglaublich dankbar, eine solch anregende und professionelle Referentin bereits zum sechsten Mal für einen Elternvortrag gewinnen zu können.

Text: Heike Pohl