Aktuelle Termine:

  • 27.03. Abiturfeier und Abiball
  • 28.03. – 12.04. Osterferien
  • 28.03. – 05.04. Probenphase des LJBO am LMG
  • 13. – 17.04. Berufspraktikum Klasse 9

Kalender

Kalender

Unter dem Motto „SBO and Friends“ veranstaltete das Sinfonische Blasorchester (SBO) des Landesmusikgymnasiums zusammen mit dem Bläservororchester und dem Chor Art of the Voice aus Anlass des 20jährigen Bestehens des SBO am 13. März 2026 ein festliches Jubiläumskonzert in der Mons-Tabor-Halle Montabaur.

Auf Wunsch des Dirigenten des SBO, Philipp Hebgen, sollte es ein Abend werden, der die Entwicklung des Ensembles in den letzten 20 Jahren widerspiegeln sollte, und so startete das musikalische Programm mit drei Stücken des Bläservororchesters.

Schon Mitte der 90er-Jahre ins Leben gerufen, entwickelte sich aus dem BVO heraus erst im Jahre 2006 das SBO als ein adäquates Nachfolgeensemble, das durch den in der Halle anwesenden damaligen Instrumentalkollegen und Ensembleleiter Wolfgang Lang ins Leben gerufen wurde.

Im Konzert kam es jetzt zu einem Werk, das 2012 bei einem Weihnachtskonzert durch das SBO präsentiert wurde und damals durch seine Dynamik einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte: das schottische „Highland Cathedral“ wurde vom BVO angestimmt und nach einigen Takten wurden die teils sehr jungen Musiker durch ca. 25 „alte Hasen“ eines zusammengerufenen Ehemaligenensembles der Abiturjahrgänge 2014 bis 2025 ergänzt, die aus dem „Bühnen-Off“ heraus eine Stuhlreihe hinter dem BVO besetzten. Dieses Ehemaligenensemble intonierte dann alleine im Anschluss (mit nur wenigen Aushilfen aus dem SBO) noch ein zusätzliches Stück (Cry of the last Unicorn), das schon nach knapp 40 Minuten einmaliger Probenzeit am selben Nachmittag in bemerkenswerter Qualität auf die Bühne gebracht wurde.

Im Anschluss durfte der Chor Art of the Voice, der am sich direkt anschließenden Wochenende in Kaiserslautern die Verleihung der Zelter-Plakette des Bundespräsidenten musikalisch gestalten durfte, unter seinem Chorleiter Frank Hilgert sein Können beweisen und zwar unter anderem mit einem Werk seines im Jahre 2018 tödlich verunglückten Chorleiters Martin Ramroth.

Die zweite Konzerthälfte wurde allein vom SBO gestaltet und umrahmt von den beiden britischen Werken Lord Tullamore und Spirit of Scotland. Als zweites Stück wurde Ross Roy präsentiert, eine Reminiszenz an die Weihnachtskonzerte 2013, bei denen das SBO unter dem Dirigat zweier damaliger Abiturienten stand (Jannik Ferdinand und Stephan Müller). Das vierte Werk war der Filmmusik aus Little Mermaid gewidmet, eine schwungvolle Hommage an die bunte Unterwasserwelt des Disney-Klassikers Die kleine Meerjungfrau.

SBO Dirigenten Hebgen Müldner Lang Müller Ferdinand

v.l.n.r.: Philipp Hebgen (Dirigat seit 2014), Axel Müldner (Moderation), Wolfgang Lang (Gründer, Dirigat 2006-2013), Stephan Müller und Jannik Ferdinand (Dirigat 2013/2014)

Das beeindruckendste und aussagekräftigste Werk nahm mit Angels of the Architecture die Mitte des zweiten Konzertteils ein: eine Komposition, die das Aufeinanderprallen, Sich-Abwechseln und Konkurrieren von Gut und Böse, von Krieg und Frieden, von Engel und Teufel musikalisch artikuliert und dabei sowohl innere Konflikte in der Persönlichkeit als auch aktuelle außenpolitische Ereignisse thematisiert.

Während des gesamten zweiten Teils wurde das SBO durch die Moderation in seiner Entwicklung unter Philipp Hebgen seit 2014 dargestellt, der es zu einem „Reiseorchester“ formte und bei Wettbewerben in Balingen, im belgischen Neerpelt (2019, 2023, 2025), bei Landesorchesterwettbewerben (2015, 2019, 2024) und Deutschen Orchesterwettbewerben (2016, 2025) zu Erfolgen führte, was schließlich im Mai 2025 im Gewinn des DOW gipfelte.

Das Publikum wurde am Ende des Konzerts mit Ein Freund, ein guter Freund und Guten Abend, gute Nacht verabschiedet und alle Beteiligten (besonders das Ehemaligenorchester) waren sich einig: Wir sehen uns spätestens in fünf Jahren!

Text: Axel Müldner