Am 21. Mai 2026 fuhren die einundzwanzig SchülerInnen des Leistungskurses Geschichte der Jahrgangsstufe 12 mit ihrer Lehrerin Ilona Pabst und deren Mann auf Exkursion nach Bonn.
Nach eingehender Bearbeitung der drei Lernfelder deutsch-deutsche Geschichte nach 1945, Kolonialismus/Rassismus und Emanzipationsgeschichte kamen die derzeit angebotenen Ausstellungen in Bonn der Gruppe sehr gelegen.
Die Dauerausstellung im Haus der Geschichte „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945“, aber auch die Sonderausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ boten den SchülerInnen eine Fülle von neuen Sichtweisen auf ihre Vergangenheit. Nach über drei Stunden konzentrierter Beschäftigung mit diesen Themen, die zugleich eine Wiederholung und Vertiefung des im Unterricht Behandelten darstellten, verarbeiteten sie ihre Eindrücke in einer wohlverdienten Pause bei einem gemeinsamen Mittagessen.
Gestärkt ging es weiter zur Bundeskunsthalle, in der aktuell zwei Ausstellungen zu sehen sind: „Amazônia. Indigene Welten“ und „Sex Work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit“. Es wurde den SuS freigestellt, eine oder beide Ausstellung(en) zu besuchen. Die besonders Engagierten schafften alle zwei. Hier tauchten sie in ihnen völlig unbekannte Welten ein. Während man im Unterricht vorwiegend die Positionen der Kolonialmächte kennenlernt, wurde ihnen in „Amazônia“ die Welt des Amazonas aus der Sicht der Indigenen nähergebracht. Die umfangreiche Kulturgeschichte der Sexarbeit präsentierte die Rolle der Frau, ihre Unterdrückung und Emanzipationsgeschichte auf eine Art und Weise, wie sie unseren SuS bislang unbekannt war. So bot gerade sie Anlass zu lebhaften Diskussionen.
Es war insgesamt ein bereichernder und schöner Tag mit vielfältigen Lernmöglichkeiten und Anregungen zum Weiterdenken und Weiterarbeiten, bei dem das entspannte Miteinander nicht zu kurz kam.

LK Geschichte MSS 12

„So können mit Constatin Lusers Protosaurus Töne gezaubert werden…“ Unsere SchülerInnen versuchen sich an der Installation eines Programms „Interactions“ im Foyer der Kunsthalle.


„Hin und weg“
